Der Umgang mit der Pandemie und den Begleiterscheinungen stellt uns, wie viele unserer Kunden, vor große Herausforderungen. Die wichtigsten Punkte zum Thema haben wir in einem Interview mit unserer Geschäftsführung herausgearbeitet.

Wie hat Solvenius die zurückliegende Zeit erlebt?

Die beiden letzten Abrechnungsmonate sind unter erheblich erschwerten Rahmenbedingungen abgelaufen. Sicher und ohne qualitative Einbußen wohlgemerkt, aber die Begleitumstände waren natürlich außergewöhnlich. Auch wir hatten mit eingeschränkten Kapazitäten, erschwerten Arbeitszeiten und erhöhtem Arbeitsaufwand zu kämpfen und dennoch ist es uns gelungen, das Ziel einer einwandfreien Abrechnung zu erreichen.

Wann genau hat sich denn konkret bei Ihnen etwas an Ihren sonst üblichen Abläufen und Prozessen geändert?

Bereits Ende Februar entschloss sich unser unternehmensinterner Krisenstab, alle Kunden über das mögliche Vorgehen im Falle von Quarantäne-Maßnahmen und daraus resultierender Folgeaktivitäten zu informieren. Es wurden interne Vorbereitungen getroffen, die es für den Teil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eigentlich nicht im Homeoffice arbeiten, im Notfall möglich machen sollte, diese Form des Arbeitens zu nutzen.

Zwei Wochen nach dem Informationsschreiben an unsere Kunden waren die Schulen und KITAs in der gesamten Bundesrepublik geschlossen. Dieser Schritt erfolgte in der zwölften Kalenderwoche, in der für einen Großteil unserer Kunden die Gehaltsabrechnungen für den Monat März anstanden – gewissermaßen das Szenario, von dem man hofft, dass es nie eintritt. Aber unser Dienstleistungsmodell hat an dieser Stelle seine Stärke unter Beweis gestellt. Die Absicherung von personellen Ausfallrisiken bei unseren Kunden, damit diese auch unter angespannten Bedingungen ihren Verpflichtungen als Arbeitgeber nachkommen können, in diesem Fall die korrekte und pünktliche Auszahlung der Löhne und Gehälter.

Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen Ihrer Arbeit in den Zeiten von Corona?

Rückblickend und jetzt schon den zweiten Monat in Folge ist uns die Umstellung auf das Arbeiten in Corona-Zeiten sehr gut gelungen. Von unseren Kunden haben wir viel Lob erhalten, da sie trotz der für alle besonderen Rahmenbedingungen so gut wie keine Einschränkungen der Dienstleistung gespürt haben. Spontane Anpassungswünsche unserer Kunden beim Versand von Verdienstabrechnungsunterlagen wurden neben dem Alltagsgeschäft ebenso umgesetzt, wie auch die teilweise sehr individuell ausgestalteten Einrichtungswünsche von Kurzarbeit mit der April- und Maiabrechnung in unseren Abrechnungssystemen.

Was war denn aus Sicht von Solvenius am Arbeiten in Corona-Zeiten so ungewöhnlich?

Ungewöhnlich war, dass der Arbeitstag eines Großteils unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter plötzlich weit über das zeitlich übliche Volumen hinausging. Homeoffice klingt zunächst sehr verlockend. Sofern nebenbei aber Kinder betreut, versorgt und beschult werden müssen, ist die ertragbare Belastungsgrenze schnell erreicht. Tagsüber Arbeiten und Kinder betreuen und Abends wieder Arbeiten verlangt schon einen besonderen Einsatz. Weiß man sonst genau, dass man mit einer Frage einfach in das Nachbarbüro gehen kann, musste nun Rücksicht darauf genommen werden, dass Kolleg/innen eben nicht ad hoc zur Verfügung stehen.

Ungewöhnlich war zudem, dass auch unsere Kunden und Partner mit derselben Situation zurechtkommen mussten. Wo man sich sonst früh um 09:00 Uhr zu Sachverhalten der nächsten Abrechnung austauschte, verlangte das Kind der Kundenmitarbeiterin nach einem zweiten Vesper. Es kam auch vor, dass die Kinder sich rege an den Telefonkonferenzen beteiligten.

Und ungewöhnlich war, wie sehr uns diese Situation trotz der räumlichen Distanzen als Firma zusammengeschweißt hat, da untereinander Rücksicht genommen und Verständnis gezeigt wurde. Wenn man der Covid19-Pandemie etwas Gutes abgewinnen möchte, dann ist es die Feststellung, dass Rücksicht und Verständnis offensichtlich in den letzten Jahrzehnten unterschätzte Werte waren. Wir hoffen, dass sie in naher Zeit nicht gleich wieder verschwinden, sondern dass sich ein Teil dieses positiven Miteinanders in unserer Gesellschaft verankert.

Was möchten Sie ihren Mitarbeitern, Kunden und Partner mitteilen?

Wir möchten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch nach außen hin mitteilen, dass wir stolz auf so ein Spitzenteam sind. Und wir möchten Danke sagen für ihr großes Engagement. Danke auch an die Familien für all die Unterstützung bei diesem nicht immer einfachen Job. Und natürlich können wir unseren Kunden und Partnern für das entgegengebrachte Vertrauen und den fairen, offenen Umgang nur danken.

Wie blicken Sie in die Zukunft?

Mindestabstände und alle derzeit empfohlenen Hygienemaßnahmen werden in unseren beiden Unternehmensstandorten eingehalten. Alle unsere Mitarbeiter/innen wurden von uns mit Mundschutzmasken ausgestattet, egal ob diese im Büro oder aus dem Homeoffice heraus arbeiten. Wir sind also – auch aufgrund der zurückliegenden Erfahrungen – vorbereitet für die nächsten außergewöhnlichen Monate der Zusammenarbeit mit unseren Kunden J und werden Corona weiterhin die Stirn bieten. Am meisten freuen wir uns auf ein baldiges persönliches Wiedersehen! Bleiben Sie alle gesund.

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